Unglaublich: `Der Spiegel` fällt auf Aprilscherz von you+me rein!

Der Focus vom 26.7.99, Seite 162 In seiner Titelstory `Der nackte Untertan` (Ausgabe 27 vom 5. Juli 1999, Seite 112) berichtete das Nachrichten-Magazin `Der Spiegel` von einem Gastrom aus dem Kreis Mettmann, der seine Gäste auf der Toilette gefilmt und diese Bilder dann im Internet präsentiert habe. Das Verrückte: Offensichtlich hat `Der Spiegel` aus you+me abgeschrieben.

Nur schade, daß es diesen Gastronom gar nicht gibt, denn er war lediglich eine Erfindung von you+me. Wir hatten uns die Story für die April-Ausgabe als Aprilscherz ausgedacht.
In jeder April-Ausgabe von you+me gibt es einen Aprilscherz. In diesem Jahr hatten wir uns ausgedacht, daß ein Gastronom aus dem Kreis Mettmann seine Gäste auf der Toilette gefilmt und diese Filme dann ins Internet gestellt hat. Wir hatten sogar extra eine Homepage gebastelt. Wenn unsere Leser auf dieser Site die Voyeur-Cams anklickten, erschien ein `April, April`. Leider war uns jedoch bei dem Abdruck der Internet-Adresse ein kleiner Fehler unterlaufen. Statt mitglied.tripod.de/voyeurcams veröffentlichten wir www.mitglied.tripod.de/voyeurcams. Dennoch fanden über 1.000 Leute den richtigen Weg zu der Aprilscherz-Seite. In der Mai-Ausgabe lösten wir den Aprilscherz auf, gaben aber auch noch die richtige Adresse an. Damit war die Sache eigentlich erledigt. Bis uns am 9. Juli Rudy Mielke per Fax mitteilte, daß unser Aprilscherz ein verspätetes, aber umso promineteres Opfer gefunden habe: 'Der Spiegel`! Das Nachrichten-Magazin hatte in seiner Titelstory von diesem Gastronom, den es nur in unserer Fantasie gab, berichtet. Um nicht selbst einem Scherz zum Opfer zu fallen, holten wir erst mal den `Spiegel`. Tatsächlich! Da stand es! Wir kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Ausgerechnet `Der Spiegel`! Das Magazin, das seit Jahrzehnten zu den angesehensten Publikationen in Deutschland gehört, fällt auf einen Aprilscherz von you+me herein. Also schrieben wir noch am selben Tag ein sehr liebes Fax (plus dem Aprilscherz und der Mai-Auflösung) an den `Spiegel`. Daß sie einem Aprilscherz aufgesessen seien und daß Sie das doch bitte richtigstellen mögen, zumal wir gerne mal im `Spiegel` stehen würden. Zwar überlegten wir auch, ob wir diese witzige Anekdote nicht auch noch an andere Medien geben sollten, weil dies natürlich eine wunderbare Promotion für unser Magazin sein könnte, aber dann entschieden wir, daß es fairer sei, wenn man dem `Spiegel` selbst die Möglichkeit gäbe, den Fauxpas aufzulösen. In der Spiegel-Ausgabe vom 12. Juli konnte natürlich noch nichts drinstehen. Als aber auch im Heft vom 19. Juli keine Silbe über den Fehler stand, riefen wir beim `Spiegel` an. Man teilte uns schließlich mit, daß es wohl so aussähe, daß das Magazin nichts darüber bringen würde. Diese Antwort überraschte uns doch sehr. Warum kann man keinen Fehler eingestehen? Eigentlich fanden wir die Anekdote zu Focus-Fotograf Thomas Pflaum bei you+mewitzig, um sie unter den Tisch fallen zu lassen.
Also riefen wir beim `Focus` an. Die fanden die Story genauso lustig wie wir und schickten einen Tag später gleich einen Fotografen vorbei. Wissen Sie eigentlich, was der `Focus` für einen Aufwand betreibt? Ganze 2 ½ Stunden dauerte die Foto-Session und bei der Hitze der aufgebauten Scheinwerfer fiel das `natürliche Lachen` immer schwerer. Allerdings hatte Focus-Fotograf Thomas Pflaum einen genial einfachen Trick. Kaum sagte er `rosarotes Marzipanschweinchen`, mußten wir automatisch lachen...

Als der Focus-Fotograf seine Sachen gepackt hatte, rief eine Stunde später der Spiegel an. Man wolle jetzt doch etwas machen. Allerdings konnten wir in der Spiegel-Ausgabe vom 26. Juli nichts entdecken. Dafür hielt der Focus Wort (siehe Ausriß). Fazit: Wir möchten uns beim Focus für den Artikel bedanken, aber auch beim Spiegel, denn wir haben uns köstlich amüsiert! Für alle Leser, die gerne noch einmal den Aprilscherz lesen möchten: Sie finden ihn auf unserer Internet-Seite:
http://www.youandme.de/skandal/voyeurcam.html